Freiwillige Feuerwehr Gondershausen

 

 

 

Die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Gondershausen

 

Freiwillige Feuerwehr Gondershausen

 

Gegründet am 11. März 1929

 

Die Anmeldung beim Feuerwehrverband der Rheinprovinz erfolgte am 16. Januar 1930

Genehmigt und dem Landrat zu St. Goar zur Bestätigung eingesandt am 20. Februar 1930.

Genehmigt vom Landratsamt St. Goar am 8. Mai 1930.

In Obergondershausen wurde aufgrund einer Regierungsverordnung im Jahre 1924 eine Pflichtfeuerwehr eingesetzt, ebenfalls in Niedergondershausen.

Diese Pflichtfeuerwehren bestanden im Oberdorf bis 1929, im Niederdorf bis 1936.

Bei der Gründungsversammlung am 11. März 1929 im Gasthaus Meurer unterschrieben 77 Männer von
Obergondershausen und leisteten damit ihren Beitrag zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr.

Aktive Feuerwehrmänner waren 28 Mitglieder, davon 4 Führer und 4 Vorstandsmitglieder.

Die Ausstattung der Wehr bestand zu dieser Zeit aus:

Die Zahl der Einwohner betrug zu dieser Zeit 510, die Zahl der bewohnten Gebäude 109, die Flächenausdehnung der geschlossenen Ortschaft betrug 5 Ha,
die durchschnittliche Bauart der Gebäude war massiv und mit Schiefer gedeckt,
die Höhe der Gebäude war im Durchschnitt 6 m.
Es waren gute Straßen und eine Wasserleitung mit 25 Hydranten vorhanden.
Das Verhältnis der Bürgerschaft zur Wehr ist noch nicht innig, teilweise sogar ablehnend.
Gegen Unfall waren die Wehrmänner bei der Feuerwehr-Unfallkasse versichert, die Beiträge
bezahlte das Amt. Die durchschnittlichen Kosten pro Jahr wurden mit 200,-- RM angegeben.
Diese wurden von der Gemeinde übernommen.
Der Jahresbeitrag betrug 4,-- RM. pro Mitglied im Jahr.
Am 6. April 1930 wurden die Uniformen ausgegeben. Sie bestanden aus Breescheshosen mit Biesen,
hohen Stiefeln, gelbe Ausgehjacken, einem Helm für den Einsatz, einem Helm für die Parade.
Die Uniform musste jeder selbst bezahlen und sie blieb persönliches Eigentum.

An Ausrüstung wurde 1929 bestellt:

Das Jahr 1930:

Gemeinderatssitzung der Gemeinde Obergondershausen vom 17.02.1930.

Es wird der Maschienenführer Josef Börsch zum ersten Brandmeister und der Maurer Peter Roos zum zweiten Brandmeister der
Feuerwehr Obergondershausen gewählt.
Am 06.04.1930 werden den Wehrmännern die Uniformen verliehen.
Aus dieser Zeit sind noch zwei Helme erhalten.

Die ersten Uniformen

Das Jahr 1931:

Die Doppelscheune der Familie Christ ( Hause ) brennt ab.

Zu einem zweitägigen Brandeinsatz bringt Arnold Wein mit dem LKW die Gerätschaften der Wehr nach Dommershausen.
Bei diesem Einsatz kommen durch einen Deckeneinsturz zwei Wehrmänner aus Dommershausen ums Leben.

Bei einem Einsatz im Nachbarort Beulich werden die Schläuche mit der Spitzhacke unbrauchbar gemacht, um so die Löscharbeiten zu verhindern.
Bei einem anderen Brand im Ort wird nach dem Ausrücken der Wehr Holz in das Gerätehaus geschafft und angezündet.
Schon in diesem Jahr wird der Martinsumzug von der Wehr begleitet.
Dies hat sich bis jetzt nicht geändert.

Am 19.Juli feiert die Feuerwehr ihr erstes Stiftungsfest.

Das Jahr 1932:

In Liesenfeld brennt am 07.12. das heutige Gasthaus Rinker ab.
Am 5.12. brennt die Scheune mit gesamtem Strohvorrat der Familie Mohr ( Hannesperasch ) ab.

Das Jahr 1934:

Josef Börsch wird Amtsbrandmeister des Amtes Brodenbach/Obergondershausen.
Dieses Amt hat er bis 1945 inne.

Das Jahr 1936:

Am 23. August findet in Obergondershausen die Jahrestagung des Kreisfeuerwehrverbandes im Saale Meurer statt.
Der Kreiswehrführer Hosch gab einen Überblick über die Entwicklung der Wehren im Kreis.

Zurzeit bestehen hier:

13 Amtswehren,
7 Löschzüge und
35 Halbzüge.

Kreiswehrführer Hosch aus Bacharach ehrte den Oberbrandmeister Fischer aus
Boppard, der wegen Erreichen der Altersgrenze in die Altersabteilung übertritt.

Nachmittags traten die Wehren des Kreises auf dem Sportplatz an, wo die Lehrabteilung (Leitung Löschmeister Rau, St. Goar )
und die Amtswehr aus Obergondershausen ( Leitung Amtslöschmeister Börsch, Obergondershausen ) praktische Vorführungen und Übungen zeigten.
Den Abschluss bildete eine Angriffsübung auf die Christ’sche Mühle durch die Wehr von Obergondershausen und ein Parademarsch durch den Ort.
In Niedergondershausen wird unter Josef Karbach eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Mitgründer sind:
Josef Paulus, Peter Hoffmann, August Christ, Peter Jörig, Josef Krautkrämer, Heinrich Pinger,
Alois Mallmann, Toni Strahl, Peter Krämer, Josef Stein, Josef Jörig.
An Gerätschaften steht ungefähr die gleiche Ausrüstung wie im Oberdorf zur Verfügung.


Angriffsübung auf die Christ’sche Mühle

Das Jahr 1937:

Heinrich Pinger wird neuer Wehrführer in Niedergondershausen.

Das Jahr 1938:

Peter Hoffmann wird neuer Wehrführer in Niedergondershausen.
Im gleichen Jahr wird eine neue Motorspritze, wassergekühlt, angeschafft, die sich nach dem Krieg als nicht mehr brauchbar erweist.
In Obergondershausen wird das alte Backhaus abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Backhaus mit Spritzenhaus gebaut.

Das Jahr 1942:

Das Haus Gallitz ( Daube Schuster mit Mutter ) brennt ab.
In den Kriegsjahren fehlt es an Männern und die Frauen greifen zu den Lösch-Geräten.

Das Jahr 1943:

In diesem Jahr erhält die Feuerwehr Obergondershausen ihre erste Motorspritze.
Der Zeugwart Peter Nass und Kurt Weber besichtigen diese bei der Firma Carl Busse in Mainz, wenige Wochen später wird sie geliefert.

Das Jahr 1944:

Im Januar brennt die Scheune von Peter Bernd ab. Im Einsatz Die Feuerwehren von
Obergondershausen, Niedergondershausen und Emmelshausen mit ihren Motorspritzen.

Das Jahr 1945:

Frauen des Ortes versuchen den durch Artilleriebeschuss verursachten Brand bei Josef Führ ( Bäggasch, Oberdorf )
zu löschen. Die Motorspritze von Obergondershausen konnte nicht eingesetzt werden da der Kühlschlauch der Spritze durchgeschnittenwar.

Die Jahre 1945 - 1953:

geraten durch die Kriegsereignisse die Gerätschaften der Wehr den Besatzungsmächten als Souvenir in die Hände.
In den Wirren der Nachkriegsjahre kommt es bis 1953 zu keiner klaren Führungin der Wehr.

Das Jahr 1950:

Die Wehr von Niedergondershausen wurde unter dem Wehrführer Hermann Stamm neu durchorganisiert und gefestigt.

Das Jahr 1952:

Karl Brück übernimmt das Amt des Wehrführers von Niedergondershausen.

Das Jahr 1953:

1953 beginnt unter der Führung von Heinrich Schmitz ein neuer Abschnitt der Festigung und des Ausbaues der Wehr.
Willi Schwieger wird Schriftführer und Clemens Busch Kassierer. Die Wehr wurde in diesem Jahr auch gleich gefordert.

Ein Waldbrand im Weinsmühler Berg forderte einen 14 Tage dauernden Einsatz bis der Brand gelöscht war.

Im gleichen Jahr war 2-mal ein Brandeinsatz in Emmelshausen bei Felix Mallmann und Sattler Morschhäuser erforderlich.

Die Wehr übernahm von Niedergondershausen einen Schlauchwagen, der zur Aufnahme einer TS 8/8 umgebaut wurde.

Das Jahr 1954:

Teilnahme am Kreisfeuerwehrtag des Kreises St.Goar in Bacherach/Steeg.